Der Stifthalter wird beschriftet.
Herr Dorr stellt das Smarthome vor.

Berufsorientierung an der Herderschule

Berufsorientierung an der Herderschule

Übergang Schule-Beruf funktioniert mit guten Kooperationspartnern

Die Herderschule in Darmstadt ist eine Sprachheilschule mit Abteilung für Hörgeschädigte und ein Beratungs- und Förderzentrum. Zur Zeit besuchen 45 Schüler die Hauptstufe, die mit der Klasse 9 endet. Einer der großen Arbeitsschwerpunkte in dieser Stufe ist die Berufsorientierung. Die Handwerkskammer Rhein-Main ist ein wichtiger Kooperationspartner und unterstützt die kleine Schule in vielfältiger Weise.

Herr Dorr, der Schulkoordinator der Handwerkskammer Rhein-Main und seine Mitarbeiterin die Tischlermeisterin Frau Drechsel sind wichtige Ansprechpartner und ermöglichen vielfältige Praxiseinblicke. Mehrere Klassen nahmen in den vergangenen Schuljahren am zweiwöchigen Berufsorientierungsprogramm BOP im BTZ Weiterstadt teil, wo sie jeweils drei verschiedene Berufe kennenlernten. Frau Drechsel kommt zweimal im Jahr zu Handwerkstagen in die Herderschule und arbeitet mit den Schülern in der Holzwerkstatt. „Am Anfang war es nur ein Stück Holz und nach einem Vormittag haben wir schon einen tollen Stifthalter.“ meinte Jason Endress stolz. Auch in der Projektwoche arbeitete Frau Drechsel mit einer handwerklich interessierten Schülergruppe und baute mit den Jugendlichen einen Kaubonbonautomaten. Ein weiteres Highlight im letzten Schuljahr war die Präsentation des Smarthome, bei der Herr Dorr ein mit allen möglichen Regel- und Steuertechniken ausgestattetes Hausmodell vorstellte. Hier waren die Schüler besonders vom computerüberwachten Kühlschrank begeistert.

Ab der 5. Klasse nehmen die Schüler am Girls Day bzw. am Boys Day teil. In der 7. Klasse wird mit den Schülern ein Kompetenzfeststellungstest (Hamet 2 oder KomPo 7) durchgeführt, weiterhin findet das Berufsorientierungspraktikum im BTZ in Weiterstadt statt. In der 8. Klasse folgen zwei Praktika und der Kontinuierliche Praxistag. Um noch einmal Kontakt zu eventuellen Ausbildungsbetrieben zu bekommen, erhalten die Schüler zu Beginn der Klasse 9 Gelegenheit zu einem einwöchigen Praktikum. Freiwillige Praktika in den Ferien werden von der Schule betreut und unterstützt.

Selbstverständlich sind auch die Reha-Beraterin der Bundesagentur für Arbeit und die Berufswegebegleitung durch die Kompetenzagentur des IB sowie die Eltern in den Berufsorientierungsprozess eingebunden. Jeder Schüler soll so optimal auf dem Übergang in die Ausbildung und die Berufliche Schule betreut werden.